Blumenjahr

Das Jahr auf und neben dem Blumenfeld

Laura Fockenberg • 17. Oktober 2025

Narzissen, Tulpen, Iris und Pfingstrosen. Lilien, Gladiolen, Sonnenblumen und Dahlien. Das sind die Blumen, die unsere Felder vom Frühjahr bis in den Herbst erblühen lassen. Doch wann genau blühen sie, wann werden sie gepflanzt und welche Arbeiten stehen während des Blumenjahres sonst noch so an? Darum soll es in diesem Blogartikel gehen.

Der Blütekalender

Lasst uns zuerst einmal auf die Blütezeiten unserer Blumen schauen. Denn im besten Fall findet ihr von März bis Oktober jeden Tag eine bunte Vielfalt auf unseren Feldern.

März: Narzissen, Tulpen (ab Mitte März)

April: Narzissen, Tulpen

Mai: Tulpen, Iris, Pfingstrosen (ab Mitte Mai)

Juni: Iris, Pfingstrosen, Lilien, Gladiolen (ab Mitte Juni), Sonnenblumen (ab Mitte Juni)

Juli: Lilien, Gladiolen, Sonnenblumen, Dahlien

August: Lilien, Gladiolen, Sonnenblumen, Dahlien

September: Gladiolen, Sonnenblumen, Dahlien

Oktober: Gladiolen, Sonnenblumen, Dahlien (bis zum ersten Nachtfrost)

Das klappt jedoch leider nicht immer ganz genau so, wie es im Kalender steht. Vor allem das Wetter (mit zu kalten oder zu warmen Temperaturen) kann die Blütezeiten verschieben. Und auch die Menge der gepflanzten Blumen jeder Art macht je nach Feld einen Unterschied.

Nach der Blüte

Nach der Blüte der einzelnen Blumen ist es wichtig, das Saatbett für die nächste Pflanzung vorzubereiten. Dafür werden die alten Pflanzen gefräst, das Feld gepflügt und im Anschluss gekreiselt. Beim Kreiseln wird der Boden aufgelockert und eingeebnet, wodurch die Wasserdurchlässigkeit und Belüftung des Bodens verbessert werden.

Die Pflanzung

Auf unseren Feldern gibt es zwei feste Pflanzzeiträume: die Frühjahrspflanzung und die Herbstpflanzung.

Die Frühjahrspflanzung findet vor allem im März statt. Zu dieser Zeit pflanzen wir Lilien, Gladiolen, Sonnenblumen und Dahlien. Das sind die Blumen, die vom Sommer bis in den Herbst hinein für euch blühen. Dabei werden die Dahlien als Wurzelknollen mit der Hand eingepflanzt, die Zwiebeln der Lilien und Gladiolen und die kleinen Sonnenblumenkerne hingegen gelangen mithilfe von Maschinen in den Boden.

Die Sonnenblumen- und Gladiolenpflanzung geht sogar über den März hinaus. Damit möglichst lange etwas auf den Feldern blüht, pflanzen wir Gladiolen zeitversetzt bis in den Juni und Sonnenblumen sogar bis in den August hinein. Die einzelnen Sätze wachsen dann nach und nach.

Unsere Sonnenblumenpflanzmaschine pflanzt die Kerne mit viel Präzision. Oben befinden sich mehrere Behälter, in die wir die Kerne einfüllen. Beim Fahren zieht die Maschine kleine Rillen in den Boden, die exakt den richtigen Abstand haben. Die Sonnenblumenkerne werden dann nach und nach durch Öffnungen in die Rillen fallen gelassen.

Am Ende sorgt ein Satz von kleinen walzenartigen Rädern dafür, dass die Erde direkt wieder über die Kerne geschoben und leicht angedrückt wird. So liegt jedes Korn sicher im Boden und kann gut keimen.

Unsere Gladiolen werden mit einer anderen Maschine gepflanzt. Hier gibt es nur einen großen Behälter, in welchen die Zwiebeln eingefüllt werden. Anschließend werden diese von einem System mit kleinen Schalen aufgenommen und angehoben – wie von Löffeln, die im richtigen Takt greifen. Die Zwiebeln fallen durch dünne Rohre nach unten direkt in die vorbereiteten Furchen im Boden.

Diese Furchen zieht die Maschine während der Fahrt selbst gleichmäßig tief und im richtigen Abstand, damit jede Zwiebel genug Platz zum Wachsen hat. Sobald die Zwiebeln in der Erde liegen, schließt die Maschine die Furchen wieder und baut einen kleinen Damm über ihnen auf.

Im Oktober geht es dann an die Herbstpflanzung. Diese Pflanzen überwintern auf unseren Feldern, damit das Frühjahr richtig schön bunt wird. Dazu gehören die Narzissen, Tulpen, Iris und Pfingstrosen. Die Narzissen und Pfingstrosen werden jedoch nicht jedes Jahr neu gepflanzt. Im besten Fall blühen sie über Jahrzehnte hinweg.

Genauso wie die Dahlien werden die Pfingstrosen als Wurzelknollen per Hand gepflanzt. Dabei achten wir auf genaue Abstände, damit sich das Wurzelwerk der Stauden gut ausbreiten kann. Die Narzissen-, Tulpen- und Iriszwiebeln werden mit Trecker und Pflanzmaschine in den Boden gesetzt.

Unsere Tulpenpflanzmaschine nutzen wir nicht nur für unsere Tulpen. Auch die Narzissen, Iris und Lilien werden mit ihr gepflanzt. Oben an der Maschine befindet sich ein großer, offener Behälter (ähnlich zur Gladiolenpflanzmaschine), in den wir die Zwiebeln einfüllen. Von dort aus gelangen sie über ein leicht rüttelndes Förderband in gleichmäßigen Abständen nach unten.

Während der Traktor fährt, zieht die Maschine mehrere kleine Furchen in die Erde. In diese Furchen fallen die Zwiebeln durch Öffnungen direkt hinein, sodass sie schön in einer Reihe liegen. Sobald die Zwiebeln in der Erde liegen, schließt die Maschine die Furchen automatisch wieder.

Nachdem die Blumen gepflanzt sind, nutzen wir für die Tulpen und Gladiolen Verfrühungstechniken. Das bedeutet, dass auf einige Reihen Vlies gelegt wird, welches den Boden warm hält und die Blumen schneller wachsen lässt.

Weitere Aufgaben während der Saison

Während unsere Blumen blühen (und wir gerade keine Pflanzarbeiten erledigen müssen), stehen natürlich noch weitere Arbeiten an. An erster Stelle halten wir unsere Felder ordentlich. Das bedeutet, dass wir unter anderem Unkraut entfernen und Müll einsammeln.

Außerdem müssen die Kassen regelmäßig geleert und Abrechnungen sowie weitere Büroarbeiten erledigt werden. Dann steht das digitale Marketing über unsere Social-Media-Kanäle und unsere Webseite an und natürlich stehen wir so zeitnah wie möglich telefonisch oder per Mail/Nachricht für eure Fragen bereit.

Wichtig ist zudem über das gesamte Jahr stets einen Überblick über die einzelnen Felder zu behalten. Dabei geht es vor allem darum herauszufinden, welche Blumen auf welchen Feldern besonders gut ankommen. So können wir die Pflanzungen für das nächste Jahr entsprechend planen.

Daneben kümmern wir uns auch darum, neue Standorte zu finden. Lasst euch überraschen, was wir für 2026 bereits geplant haben!

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